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Archiv für die Kategorie 'Fragen'

Nouvelle Spam

05.05.09

Gestern habe ich eine Mail von “Barbara Ingram” bekommen – mit folgendem Inhalt:

Er sieht die Menge wogend spalten -
Verzeichnis der verfu:gbaren Gedichte
Wenn Du mich nicht mehr lieben willst,
Ein Herz, das dich durch Liebe preist.
Reicher Mann und Bettelkind,
O du mein Schmerz, du meine Lust,
ist meine Not dir nur ein Gaukelspiel?
Kein Fisch doch, der sich fangen will!
Sterbesturm aus fernem Norden.
Zu genu:gen einem solchen Triebe.

Keine Ahnung, was es damit auf sich hat, ist jedenfalls mal eine Abwechslung zu dem üblichen Müll.

UnGEZiemtheit

28.03.07

Über denn Sinn der GEZ-Gebühren muss man nicht streiten – das ist schon eine gute Sache.
Ich frage mich jedoch, warum so aggressiv darum geworben wird. Es wird nur immer gezeigt und gesagt, dass die Gebühren Pflicht seien, dass man nicht drum herum komme, sie zu zahlen. Selbst auf dem Briefkopf dieser Gesellschaft prangert das freche “Schon GEZahlt?”-Logo.

Warum versucht man nicht, den Menschen klarzumachen, weshalb diese Gebühren sinnvoll sind?
Ist Unabhängigkeit etwa kein Argument? Man könnte auch einfach einen Spot machen, in dem kurze (massenkompatible) Ausschnitte aus dem Programm der Öffentlich-Rechtlichen zu sehen sind.
Also z.B. ein zynischer Spruch von Harald Schmidt, ein Ausschnitt aus einem Interview von Alfons oder irgendeine verrückte Aktion eines Gastes bei “Zimmer frei”.
Oder man macht einen “Hightech-Spot”, in dem Ausschnitte aus Sendungen wie “nano”, “neues” oder “W wie Wissen” zu sehen sind, und betont damit die Modernität des Programms.

Ich bin mir sicher, dass es dem Image der GEZ gut tun würde, den Umworbenen nicht als Kleinverbrecher darzustellen. Sympathie erlangt man auch, wenn man zeigt, dass man an den guten Willen der Menschen glaubt (selbst wenn man dies in einigen Fällen umsonst tun dürfte).

Also, warum nicht eine freundlichere Werbestrategie?

Farbenlehre mit Rudi Dutschke

20.02.07

Jürgen Miermeister schreibt in seinem Buch “Rudi Dutschke”:

” ‘Er war jemand‘, erinnert sich Ulrich Enzensberger, dessen Kommune-Bruder Dutschke in Revolte-Zeiten fast geworden wäre, ‘der seine drei Bände Marx unterm Arm hatte; auf jeder Seite dieser Bücher hatte er mit einem fünffarbigen Kugelschreiber, den er ständig bei sich trug, jede Zeile unterstrichen. Einige Zeilen waren nur blau, andere waren blau und rot, und die anderen waren blau, rot und grün unterstrichen. Danach hat er auch geredet’ “

Ich würde zu gern wissen, wofür die unterschiedlichen Farben standen – hat jemand eine Ahnung?