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Archiv für Juli, 2007

Ringo liest… (I)

26.07.07

Ich habe mir überlegt, Texte, die ich besonders gut finde, einfach mal vorzulesen, sofern dies das Urheberrecht erlaubt.
Wie oft das passieren wird, weiß ich noch nicht, aber vorsichtshalber setze ich schon mal die römische Eins…

Es geht los mit einem Text von Karl Marx, den wiederum Erich Fromm in seinem Buch “Vom Haben zum Sein” zitiert.
Marx hat den mit “Geld” überschriebenen Text bereits 1844 in seinen Ökonomisch-philosophischen Manuskripten veröffentlicht.
Ich lese nur die von Fromm zitierten Absätze vor, der ganze Text kann hier nachgelesen werden.

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1984

19.07.07

Die allgemeine Überwachung nimmt zu, das ist nichts Neues. Bei der Aufklärung von Straftaten mag sie eine Hilfe sein, doch wahrscheinlich nicht bei der Verhinderung selbiger. Erst recht nicht bei terroristischen Anschlägen, auf deren akute Gefahr in letzter Zeit so gerne hingewiesen wird.
Im Gegenteil – einem Selbstmordattentäter wird es wahrscheinlich sogar sehr recht sein, wenn er bei seiner Tat gefilmt wird. Damit spielt man ihm also noch zu.

Wer der eigentliche Feind der Gesellschaft und des Staates ist, macht dieser Artikel auf dem äußerst lesenswerten Spiegelfechter-Blog deutlich.
Wer wird wohl dieses Jahr den Big Brother Award bekommen?

Es darf bezweifelt werden, ob sich die Allgemeinheit der verkehrten Welt bewusst ist, oder ob es sie stören würde, wenn sie es wäre…

Folgende Bilder sind nur eine Randnotiz.

Die katalanische Regierung hat ihre eigene Form von Humor, mit der Problematik umzugehen:

Plaza George Orwell

Die Berliner Verkehrsbetriebe bitten außerordentlich freundlich um Verständnis:

Berliner Verkehrsbetriebe

Der Vogel wird jedoch auf der Festung Hohenwerfen im Salzburger Land abgeschossen:

Festung Hohenwerfen

Zeitgeist

12.07.07

Ich bin sehr skeptisch, was Verschwörungstheorien angeht. Gerade zu den Anschlägen des 11. September 2001 gibt es Massen von unglaubwürdigen, unzureichend recherchierten und unzulässig interpretierten Quellen.
Der folgende Film hat bei mir jedoch einen besonderen Eindruck hinterlassen. Auch wenn ich vieles nicht bzw. nur schwer nachprüfen kann, so finde ich die Argumentation doch glaubwürdig.
Zumindest bin ich der Meinung, dass man ihn gesehen haben sollte – möge jeder sein eigenes Urteil fällen.

Ein Klick auf das Bild öffnet den Film in einem neuen Fenster bei “Google Video”.
Wer lieber unabhängig von der Internetverbindung und vom Google-Player schauen möchte und über ein BitTorrent-Programm verfügt, kann sich hier die passende .torrent-Datei runterladen.
Des Weiteren sei die Webseite www.zeitgeistmovie.com empfohlen, wo es zusätzliche Informationen zu lesen gibt.

Zeitgeist

Übrigens ist Zeitgeist nur eines von vielen deutschen Wörtern, die Einzug in die englische Sprache gefunden haben, wie diese Liste zeigt.

Salto Mare

06.07.07

Ein kleines Mitbringsel aus dem Salzburger Land:
Nachdem den Bootsverleihern in Zell am See eine Unwetterwarnung mitgeteilt worden war und sie die Touristen, die noch draußen auf dem See waren, eingesammelt hatten, machten sich ein paar mutige BMXler daran, ihre Akrobatikkünste zu verbessern.

Verrückt, aber eigentlich auch naheliegend – wie will man so etwas sonst üben?

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Mehr Mittelmäßigkeit

04.07.07

Wir alle wissen, dass es bei allem, was man tut im Leben, auf das richtige Maß ankommt.
Nicht zu viel essen, nicht zu wenig essen. Nicht zu viel Sport, nicht zu wenig Sport. Nicht zu viel kritisieren, nicht zu wenig kritisieren.
So schwierig der goldene Mittelweg oftmals zu finden ist, so wichtig ist er doch für ein angenehmes Leben.

Das Mittelmaß, die Mittelmäßigkeit wären demnach zu erstrebende Werte. Doch warum verstehen die meisten Menschen unter diesen Worten eher Abwertendes?
Ein gesund lebender, vernünftiger Mensch würde sich selbst wohl kaum als “mittelmäßig” charakterisieren.

Es macht Sinn (bitte keine Belehrungen über diesen Ausdruck. Ich bin der Meinung, Sprache kann und soll sich weiterentwickeln – im richtigen Maß, selbstverständlich.), wenn wir bei Produkten hinsichtlich ihrer Qualität das Mittelmaß nicht als ausreichend erachten. Ebenso sollten Leistungen im Sport mehr als mittelmäßig sein.

Meine Beobachtung ist jedoch, dass der Mensch (bzw. viele Menschen) in unserer kapitalistischen Wettbewerbsgesellschaft in jeglichen Bereichen “besser” als das Mittelmaß sein möchte. Der Mensch hat sich zum Produkt gemacht, dass es zu verkaufen gilt.
Dass er damit seiner eigenen, Mittelmäßigkeit suchenden Natur entgegenwirkt, scheint er oftmals nicht zu merken.

Das ist ein Grund, warum es immer mehr Alkoholabhängige, immer mehr Patienten mit Burnout-Syndrom und immer mehr verschuldete Menschen gibt.

Deshalb plädiere ich für etwas mehr Bescheidenheit, nicht nur was materielle Dinge betrifft, sondern auch, was geplante Tätigkeiten angeht.
Außerdem wäre weniger Konsum auch schon ein Weg in die richtige Richtung, egal, ob es Alkohol, Essen, Fernsehen oder Sex ist. Denn Paracelsus hat es schon 1538 erkannt: “Allein die Dosis macht das Gift.”